Die Karibik bietet einige der besten Segelreviere der Welt: beständige Passatwinde, kurze Sprünge zwischen den Inseln und ruhige Ankerplätze in Sichtweite des nächsten Ziels. Sieben klassische Routen, geordnet von der einfachsten zur anspruchsvollsten.
1. Britische Jungferninseln — das Anfängerparadies
- Dauer: sieben Tage
- Basis: Tortola (Road Town, Nanny Cay)
- Höhepunkte: The Baths auf Virgin Gorda, die Soggy Dollar Bar auf Jost Van Dyke, Hummer-Mittagessen auf Anegada, Cooper Island, Norman Island
- Warum für Einsteiger: kurze Distanzen von fünf bis fünfzehn Seemeilen, gut bezeichnete Ankerplätze, überall Mooringtonnen, englischsprachig und leichte Verproviantierung. Bareboat oder mit Skipper.
2. Die Grenadinen — von St. Vincent nach Grenada
- Dauer: zehn bis vierzehn Tage
- Basis: St. Vincent (Blue Lagoon Marina) oder Grenada (Port Louis)
- Höhepunkte: Bequia, Mustique, Canouan, der Meerespark Tobago Cays mit Schildkröten zum Schnorcheln, Union Island, Carriacou, Sandy Island vor Grenada
- Warum: weniger voll als die Jungferninseln, dramatische Vulkankulisse und ein Land, in dem zwischen den Stopps keine Einreise anfällt.
3. Leeward Islands — von St. Martin nach Antigua
- Dauer: zehn bis vierzehn Tage
- Basis: Sint Maarten (Simpson Bay Marina) oder Antigua (Falmouth Harbour)
- Höhepunkte: Anguilla, St. Barth, Saba mit seinen senkrechten Klippen, Statia, St. Kitts, Nevis, Barbuda, Antigua
- Warum: Gourmetstopps, dichte Geschichte und starke Kontraste — französische Eleganz auf St. Barth, niederländische Gelassenheit auf Saba.
4. ABC-Inseln — Aruba, Bonaire, Curaçao
- Dauer: sieben bis zehn Tage
- Basis: Curaçao (Spaanse Water)
- Höhepunkte: Klein Curaçao, der Nationalpark Bonaire mit dem besten Shore Diving der Welt, die ruhige Leeseite Arubas
- Warum: außerhalb des Hurrikangürtels und damit von August bis Oktober fahrbar, wenn der übrige Karibikbogen riskant ist.
5. Bahamas — die Exuma Cays
- Dauer: zehn bis vierzehn Tage
- Basis: Nassau (Palm Cay) oder George Town auf Exuma
- Höhepunkte: die schwimmenden Schweine von Big Major Cay, die Thunderball-Grotte, Iguana Beach, Stocking Island
- Warum: flaches, türkisfarbenes Wasser überall, 365 Cays zum Erkunden und windgeschützte Ankerplätze.
6. Kuba — die Südküste von Trinidad und Cienfuegos
- Dauer: ab vierzehn Tagen
- Basis: Cienfuegos
- Höhepunkte: Cayo Largo, die Jardines de la Reina, der Archipel Los Canarreos, Casilda
- Warum: leere Ankerplätze und eine Zeitkapsel — aber Visum, Gebühren und Formalitäten verlangen sorgfältige Vorbereitung.
7. Rundtörn St. Lucia und Martinique
- Dauer: sieben bis zehn Tage
- Basis: St. Lucia (Rodney Bay)
- Höhepunkte: Marigot Bay, Soufrière unter den Pitons, Anse Mitan auf Martinique, Sainte-Anne, Les Anses-d'Arlet
- Warum: leichte Passagen und der Kontrast zwischen französischer und englischer Karibik auf kürzester Strecke — Baguette am Strand inklusive.
Beste Saison, Kosten, Formalien
Die Saison läuft von Dezember bis April: 15 bis 25 Knoten Passat, kein Regen, keine Hurrikane. Für Bareboat wird mindestens ein RYA Day Skipper oder ASA 104 verlangt, sonst kommt ein Skipper an Bord, für 150 bis 200 Euro am Tag. Ein Katamaran für acht Personen kostet in der Saison auf den Jungferninseln 8.000 bis 15.000 Euro die Woche, zuzüglich Verproviantierung, Treibstoff, Liegegebühren und Skipper; außerhalb der Saison rund dreißig Prozent weniger.
Große Anbieter sind The Moorings, Sunsail, Dream Yacht, Horizon und Navigare. Für die Spitzenwochen sollten Sie neun bis zwölf Monate im Voraus buchen — Weihnachten und Ostern sind noch früher weg.